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SC Eppingen 4 - SC Leimen 0.5:7.5

Beim Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten gelang dem SC Leimen ein 7.5-0.5-Kantersieg!

Die Eppinger Gastgeber traten mit ihrer vierten Mannschaft etwas ersatzgeschwächt an, womit wir DWZ-mäßig klarer Favorit waren.

Sehr erfreulich ist der zweite Sieg im zweiten Spiel unseres Neulings German Paul, der am achten Brett die schwarzen Steine führte. Ausgangs der Eröffnung genossen beide Seiten reichlich freies Figurenspiel, sodass sich das ein oder andere Offizierspaar vom Brett verabschiedete. Die verbliebenen Schwerfiguren rangen um die zentralen Linien, und als der Anziehende sich nach Damentausch einer Belagerung seiner Bauern durch die schwarzen Türme ausgesetzt sah, versagten ihm angesichts der bedrohlicher wirkenden als seienden Lage die Nerven: Er gab einen Bauern und mit ihm die zweite Reihe, deren Inbesitznahme im Verbund mit dem verbliebenen starken Läufer die Entscheidung herbeiführte.

Am vierten Brett hatte zum ersten Mal seit Jahren Bert Kölske Gelegenheit, in Aktion zu treten: Gegen einen katalanischen Aufbau verteidigte sich unser Mann solide, aber mit einem gesunden Schuss Aktivität; bald hatte er gegen das pomadige Spiel die Führung des Spiels übernommen, ohne dass allerdings in die feste weiße Position eine Bresche schlagen zu können. Als risikolos kein weiterer Fortschritt möglich schien, bot er den Friedensschluss an, auf den sich Weiß gern einließ.

An Brett 3 befehligte David Gauthier das weiße Heer, das sich bald schon daran machte, an der linken Flanke zu expandieren. Als auf der offenen b-Linie ein Brückenkopf installiert war, konnte der Nachziehende der bevorstehenden Invasion der weißen Grenadiere nichts unternehmen: Einzig ein Gegenschlag auf dem Königsflügel konnte ihn noch retten: Allein, da Weiß vorgebaut hatte, lief der Konter ins Leere. Die weißen Schwerfiguren fielen dem schwarzen Monarchen in den Rücken und sicherten so den Sieg für den Leimener.

Am fünften Brett war Patrick Maes Herr der hellen Figuren. Dem weißen Raumvorteil im Zentrum suchte der Nachziehende durch einen Vorstoß am Damenflügel zu begegnen. Dabei gereichte ihm jedoch zum Nachteil, dass er eben dorthin rochiert hatte. Methodisch setzte Weiß Bauernhebel an, öffnete die a-Linie, ohne schwarzes Gegenspiel zu gestatten, und brachte den dunklen Gebieter zur Strecke und den vollen Punkt unter Dach und Fach.

Ein Brett dahinter war Matthias Schoder mit der Führung der schwarzen Steine beauftragt. Nachdem aus Eröffnung unmittelbar Endspiel geworden war, konnte der Schwarze zufrieden auf die Umrisse der Position blicken: Während er auf der halboffenen f-Linie Blick auf einen rückständigen Bauern des Gegners blickte, war seinem Widersache Entsprechendes auf der halboffenen g-Linie nicht beschieden: Einiges Lavieren war zwar noch erforderlich, aber letztlich entledigte sich der Leimener Kämpe gekonnt seiner Aufgabe und nahm die Aufgabe des Gegners entgegen.

Das zweite Brett sah Jonathan Geiger als Nachziehenden. Zunächst bauten sich beide Heere innerhalb der eigenen Reihen auf. Tatsächlich entschied die erste Feindberührung im höheren Sinne die Partie: Ein Bauernhebel im Zentrum legte die Nachteile des gemeinsamen Beisammenseins des weißen königlichen Paares auf derselben Diagonale offen. Erst war Weiß gezwungen, einen Bauern zu geben, dann einen zweiten; da daneben die Koordination flöten ging, nahm der Schwarze die Gelegenheit war, am Königsflügel einen Angriff zu starten, dem zu steuern der Anziehende bereits keine Chance mehr hatte. Schicht.

An Brett 7 ging Fjodor Vakuljuk mit Weiß offensiv zu Werke und schob am Königsflügel seine Bauern nach vorne. Zurückhaltung war für Schwarz nun nicht das Gebot der Stunde; allein, diese Erkenntnis dürfte ihm zu spät gekommen sein: Als er sich schon eingeschnürt wusste, hoffte er auf Linderung seiner Not durch ein Befreiungsopfer, doch eine Figur war ein zu hoher Preis. Auch wenn die Verwertung eine gewisse Zeit in Anspruch nahm, war der Sieg nur eine Frage der Zeit.

Am Spitzenbrett saß Peter Hildenbrand und baute eine solide weiße Position auf; wenig Bauernhebel, aber strukturverändernde Figurenabtäusche führten schließlich zu einem komplexen Schwerfigurenendspiel. Weiß baute auf seinen gedeckten Freibauern auf der e-Linie, Schwarz auf Chancen durch Aktivität wider den lang rochierten weißen Kronenträger. Schließlich blieb auf jeder Hemisphäre nur ein Turm übrig; der schwarze Monarch blickte bereits drohend auf sein Pendant, dafür hatte Weiß noch einen h-Freibauern. Geduldig zog Weiß den König horizontal in Sicherheit, ließ dann seine Freibauern laufen und Schwarz vermochte nicht mehr, als sich ein verlorenes Endspiel mit Turm gegen Dame zu flüchten, das unser Recke sicher nach Hause brachte.

Gut gemacht, Männer!